Diese Fahrt durch das Turtmanntal ist bis jetzt (2025) der größte Tipp unter den Anstiegen, die ich im Wallis gefahren bin. In diesem Tal sieht man weniger Touristen als anderswo, die Straße ist oft schmal und der Asphalt größtenteils ausgezeichnet. Außerdem ist die Landschaft großartig. In den ersten gut 8 Kilometern hat man reichlich Ausblick auf das tiefe Rhônetal und die Berge des Berner Oberlands dahinter. Luftlinie kommt man in diesem Abschnitt kaum voran, weil sich die Straße in vielen Zickzacks nach oben windet. Das Gefälle beträgt meist 8%. Nach diesem Anfangsteil verläuft die Straße bis zum Ende des Anstiegs relativ geradlinig in südlicher Richtung in das Tal hinein, zunächst vor allem durch einen schönen Wald, wo die Straße schmal ist und der rauschende Bach immer näher kommt. Nach der steilsten Passage der Fahrt (ein Kilometer von 9,7%) folgen noch 6 Kilometer bis zum Ende über eine Straße, die nicht wirklich steil ist (1–5%). In diesem Schlussstück ist das Tal breiter, die Landschaft offener und steht zunächst noch etwas Bebauung. Die letzten anderthalb Kilometer sind die schönsten der gesamten Strecke, dank des plötzlichen Ausblicks auf die Berge am Ende des Tals und auf einen Gletscher (Turtmanngletschär).