Diese Fahrt von Sion im Rhônetal durch den Val d’Hérens
hinauf nach Arolla ist superlang (38 Kilometer).
Das liegt unter anderem an drei nahezu horizontalen Abschnitten,
die insgesamt etwa die Hälfte der Strecke ausmachen.
Das wirft die Frage auf, ob dies überhaupt ein Anstieg ist.
Diese drei fast horizontale Passagen trennen
vier echte Kletterabschnitte voneinander.
Die Straße ist meist breit und hat einen ordentlichen Belag.
Bis zum Dorf Vex, das man nach sechs Kilometern erreicht,
herrscht viel Verkehr.
Danach wird es ruhiger,
je weiter man ins Tal hineinradelt.
Als ich hier unterwegs war, fuhren hier allerdings auch viele Lastwagen,
was nicht gerade angenehm war.
Dem steht jedoch ein landschaftlicher Höhepunkt gegenüber,
der erst in den letzten Kilometern der Fahrt
bei Arolla sichtbar wird.
Es ist der Blick auf den Mont Collon (3637 Meter),
mit seiner fast symmetrischen Form einer der schönsten Berge,
die ich kenne.
Nach dem Start in Sion muss man sofort klettern,
über 400 Höhenmeter bei einer Steigung von meist 7%.
Nach Vex folgt der erste und längste nahezu horizontale Abschnitt
(beinahe 10 Kilometer),
in dem man etwa auf halber Strecke
an den „Pyramides d’Euseigne“ vorbeifährt.
Dies sind kegelförmige Felsformationen,
entstanden durch Erosion.
Am besten sieht man sie in der Abfahrt.
Wo die Straße auf die andere Talseite wechselt,
beginnt der zweite Kletterabschnitt
(beinahe 400 Höhenmeter bei größtenteils 8%),
der kurz vor Evolène endet.
Durch diesen Touristenort
und anschließend bis Les Haudères
geht höchstens leicht ansteigend weiter (-2 bis 3%).
Dann folgt der anspruchsvollste Kletterabschnitt der gesamten Fahrt,
ungefähr 350 Höhenmeter
bei einem Steigungsprozentsatz von größtenteils 9%.
Im flacheren Abschnitt danach befinden sich einige Tunnel,
von denen bis auf einen alle halboffen sind.
Kurz vor Arolla wird die Straße wieder steiler,
und nach dem Ortszentrum endet die Fahrt
mit einem angenehmen, etwas steileren Schlussstück (8%).