Vom Tal der Arc aus gibt es zwei Möglichkeiten
zum Col de la Madeleine hinauffahren,
nämlich über die D213 (die
Südauffahrt des Col de la Madeleine)
oder über Montgellafrey auf der D76.
Letztere erreicht in Saint-François-Longchamp die D213,
sodass beide Auffahrten auf den letzten 5 Kilometern zusammenfallen.
Die Variante über Montgellafrey wird hier beschrieben
und ist für mich eindeutig die bevorzugte Option.
Die Straße ist schmaler und es gibt deutlich weniger Verkehr.
Ein Genuss für echte Kletterer ist auch der vier Kilometer lange Abschnitt,
der bei den letzten Häusern von Notre-Dame-du-Cruet beginnt
(nach 3,5 Kilometern Fahrt)
und kurz vor Montgellafrey endet.
Hier werden 410 Höhenmeter überwunden,
was einem Durchschnitt von 10,3% entspricht.
Es folgen noch 8 Kilometer, bis man in Saint-François-Longchamp
die D213 erreicht.
In diesem Teil variiert die Steigung sehr
(3–11% bei einem Durchschnitt von 7,5%).
Meist verläuft die Straße durch den Wald, sodass es wenig Aussicht gibt.
Das ändert sich auf den letzten 5 Kilometern über die D213 bis zum Pass.
Hier ist die Landschaft offen und bietet weite Ausblicke.
Sportlich gesehen ist dieser Abschnitt allerdings etwas eintönig,
da die Steigung nahezu konstant bei 8% liegt.
Ist der Aufstieg geschafft, kann man sich auf einer Terrasse erholen.
Das hat man sich auch redlich verdient,
denn dieser Anstieg ist
fast so anspruchsvoll wie die schwersten Varianten des Ventoux.
Auch für die Tour de France wird die hier beschriebene Route regelmäßig gewählt.
Viele meiner Fotos stammen von einem Tag im Jahr 2025,
an dem eine Etappe der Tour de France Femmes mit diesem Anstieg
zur Madeleine endete.
Vor dem Rennen fand damals eine organisierte Radtour für Rennradfahrer statt.