Dieser Anstieg von Sion im Rhônetal zur Barrage de la Grande-Dixence ist mit über 1600 Höhenmetern und 1259 Steigungsanstrengungspunkten schwer, landschaftlich jedoch nicht überragend. Zunächst fährt man bei einer Steigung von meist 7% über die stark befahrene Straße von Sion nach Vex, gut für etwa 400 Höhenmeter. In Vex biegt man rechts ab, und in den nächsten 2,5 Kilometern ändert sich an der Neigung wenig. Danach wird die Straße allmählich weniger steil und nach dem recht großen Ort Héremence herrscht auch bedeutend weniger Verkehr. Auf den 4 Kilometern zwischen Héremence und dem letzten Dorf, Mâche, ist das Radeln leicht (größtenteils 2%). Nach Mâche folgen einige monotone Kilometer durch den Wald auf einer erneut ziemlich steilen (9%) und fast geradlinig verlaufenden Straße. Nach gut zwei Kilometern wird es weniger steil, erhält man mehr Ausblick auf die Berggipfel und kommt das Ziel der Fahrt, die Staumauer, zum ersten Mal in Sicht. Es geht weiter nach Pralong und zwei Kilometer hinter dieser Siedlung beginnt die Schlussphase, der schwerste Teil des Anstiegs, dessen erste 3,5 Kilometer eine durchschnittliche Steigung von 9,9% haben. Herrlich schlängelt sich die Straße hier mit einer großen Anzahl Haarnadelkurven bergauf. Die Landschaft — steile Berge und Lärchen — ist großartig. Nach einem unbeleuchteten Tunnel folgt noch ein halber Kilometer und endet die Fahrt am Fuß der Staumauer, wo ein riesiges Gebäude mit Hotel steht. Für Naturliebhaber kein ideales Ende! Es gibt eine Gondelbahn, die Touristen zum Stausee hinaufbringt.