Es gibt zwei Möglichkeiten, zum sogenannten „Col du Sapey“ hinaufzufahren,
doch eigentlich ist diese Bezeichnung nicht korrekt.
Ein Col (französisch für Pass) ist der niedrigste Punkt eines Bergrückens,
an dem eine Straße oder ein Pfad den Kamm überquert.
Der „Col du Sapey“ liegt jedoch nicht auf einem Bergrücken.
Er ist nichts weiter als der höchste Punkt der Straße.
Die ebenfalls verwendete Bezeichnung „Montée du Sapey“
(französisch für Aufstieg) wäre also treffender.
Beide Anstiege zum Sapey beginnen im Tal der Arve.
Die hier beschriebene Strecke startet in Hermillon
und überwindet etwa 800 Höhenmeter.
Während des Aufstiegs begegnete ich nur einer Handvoll Autos –
ein Paradies also für ruhesuchende Radfahrer.
Die Straße verläuft fast überall durch den Wald,
wo es nur wenige Ausblicke gibt.
Mehr Aussicht hat man in den ersten Kilometern nach dem Dorf Montandrey,
das nach 5 Kilometern erreicht wird.
Hier schlängelt sich die Straße durch Felder
und kleine Waldstücke nach oben.
Dies ist der schönste Abschnitt der Fahrt.
Bis zu dessen Ende ist der Aufstieg nicht besonders steil
(meist 7 oder 8%),
doch die letzten anderthalb Kilometer haben es in sich,
mit unter anderem zwei Abschnitten von 250 Metern bei 15%.
Vom „Col“ aus ist die Aussicht großartig.