Die Straße über den Col du Mont Cenis verbindet Frankreich mit Italien. Vielleicht zieht diese Tatsache, zusammen mit dem Umstand, dass der Anstieg relativ leicht ist, Radfahrer an. Jedenfalls begegnete ich auf der französischen Seite recht vielen. Überragend fand ich die Fahrt allerdings nicht. Es herrscht viel Verkehr und obwohl die Bergwelt auch hier durchaus schön ist, ist dieser Aspekt im Vergleich zu den meisten anderen Anstiegen in den Alpen klar unterdurchschnittlich. Als Pluspunkt sei erwähnt, dass es – abgesehen von etwa dem ersten Kilometer – für die bergauffahrenden Radfahrer einen recht breiten Radstreifen gibt. Sportlich gesehen ist der Anstieg ziemlich leicht. Die ersten 3,5 Kilometer nach dem Start in Lanslebourg weist die Straße durchgehend eine Steigung von 5–6% auf. Die verbleibenden 6,5 Kilometer bis zum Pass sind etwas steiler, größtenteils 7–8%, mit nur geringer Variation. Auf der Passhöhe steht ein Kunstwerk, das suggeriert, dass Hannibal hier mit seinen Elefanten die Alpen überquert habe, aber vermutlich ist dies doch nicht der Fall.